Tuesday, 22 September 2015

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Die Verstrickung von Wirtschaft und Politik!

Der Pharao schickte seine besten Krieger einmal in das Land der Äthiopier, dann wieder Richtung der Phönizier, um diese oder jene zu Tributzahlungen zu zwingen. Als Oberhaupt des Staates schickte er jedes Jahr nach der Überflutung des Flusses seine Landvermesser in das Niltal, um das Land neu zu verteilen. Auf seinen Befehl wurden Dämme, Wassergräben, Häfen, Schiffe und Getreidespeicher gebaut, deren Eigentümer natürlich er selbst war.
Die indoeuropäischen Stämme, die in Nordindien eingefallen waren, führten eine Art Krieg-Handel mit den südlichen Ureinwohnern, davon berichten uns Legenden und Mythen. Manchmal wurde ihnen auch eine Prinzessin geraubt, die sie dann zurückholen mussten.
Jedes Jahr mussten 7 Jünglinge und genauso viele Mädchen dem Minotaurus zum Opfer gebracht werden, so berichtet uns die alte, griechische Mythologie. Wahrscheinlich handelte es sich weniger darum, dass diese Jugendlichen wirklich gefressen oder geopfert werden sollten. Sie mussten vielmehr als Sklaven arbeiten oder halfen das Bevölkerungswachstum zu fördern. Vor allem aber wurde mit dem Festland reger Handel getrieben. Natürlich wurden die Schiffe auch immer von Kriegern begleitet, waren eigentlich Kriegsschiffe und Handelsschiffe in einem.
Ein griechischer König hatte 2 Kinder, ein Mädchen und einen Jungen, aber seine Frau war gestorben, worauf er wieder heiratete. Die Stiefmutter liebte die Kinder nicht und wollte sie vergiften. Aber weil sie so schön waren, schickte Zeus (Kronides) einen goldenen Widder, um sie zu retten. Die 2 setzten sich auf den Rücken des Tieres und er flog mit ihnen davon. Während des Fluges fiel das Mädchen, Helene, über dem Bosporus herunter und starb. Daher kommt der Name Hellesponts. Nachdem ihr Bruder sie bestattet hatte, flog er mit dem Widder weiter und wurde von einem König an der südlichen Küste des Schwarzen Meeres aufgenommen. Als der Widder gestorben war, zog man ihm das Fell ab, das goldene Fell, und bewahrte es auf. Später kam Jason, um es zurückzuholen. Dies deutet auf regen Handel zwischen Griechenland und dem Schwarzen Meer hin.
Homer berichtet uns von der schönsten Frau, Helene, die vom schönsten Mann, Paris, geraubt wurde. Daraufhin fuhren der König von Kreta, Agamemnon, und der von Sparta, Menelaos, nach Troja, um sie zurückzuholen. Es drehte sich dabei höchstwahrscheinlich nicht darum, diese Wunderschöne nicht mit Blumen und Geschenken, oder Waffengewalt zurückzuerobern, sondern die Meerenge für den eigenen Handel freizumachen.
Odysseus  durchwanderte fast die ganze damals bekannte Mittelmeer-Welt, traf dabei auf seltsame Gestalten, verlor alles, was er in Troja geraubt hatte, wurde dann wieder beschenkt und eroberte schließlich sein eigenes Haus zurück.
Die Perser, natürlich nur die oberen Schichten der Perser, wurden reich und mächtig, weil sie auf der einen Seite die damaligen Handelsstraßen zwischen Europa und Asien und zwischen Asien und Afrika kontrollierten, und auf der anderen Seite auch Straßen bauten. Die berühmteste davon ist eine ausgebaute zwischen Babylon und Kleinasien. Nachdem sie die von Griechenland unabhängig gewordenen Kolonien und Stadtstaaten in Kleinasien unterworfen hatten, wollten sie natürlich auch den Handel mit dem westlichen Mittelmeer beeinflussen, wo die Griechen schon Kolonien in Sizilien (Syracuse) und Italien (Napolis) errichtet hatten.
Salomon ließ für seinen Tempel in Jerusalem Holz aus dem Libanon, Steine aus Jordanien und Edelsteine aus Ägypten heranbringen. Später beschaffte er sich noch zu seinem 300 Frauen zählenden Harem die reiche und schöne Königin von Saba.
Kaiser Augustus, der Nachfolger Caesars, unter dem es ein goldenes Zeitalter gegeben haben soll, schickte den Dichter Ovidius, weil dieser etwas zusammengedichtet hatte, was dem Kaiser nicht gefiel, in die Verbannung. Der Herrscher, mit früherem Namen: Octavian, kontrollierte oder versuchte alles in seinem Reich zu kontrollieren, so dass man nur dann reisen und Handel treiben konnte, wenn man über eine entsprechende Genehmigung verfügte. Es ist anzunehmen, dass ein großer Teil der vertriebenen Ware illegal, also unkontrolliert, auf natürliche Weise unter die Leute gebracht wurde, weil sonst das römische Reich schon früher zusammengebrochen wäre.
Der heilige Krieg der Moslems verband Malaysia mit Spanien.
Die Wikinger schifften von Skandinavien über Island und Grönland bis Nordamerika, und im Süden über Frankreich und Spanien nach Sizilien, bauten dort ein Königreich auf, dann weiter bis zum Schwarzen Meer und wieder den Dnjepr und Don hinauf, dann über Land, bis sie zur Wolga kamen.
Venedig führte Krieg gegen Byzanz, um den Handel im östlichen Mittelmeer und im Schwarzen Meer für sich zu sichern.
England schickte seine Freibeuter in die Karibik, um spanische Schiffe zu kapern.
East India Company war eigentlich eine vom Staat unterstützte Handelsorganisation, die auch über militärische Einheiten verfügte. Und wenn die Zielländer, in diesem Fall zum Beispiel Indien, nicht bereit waren, ihre Ware friedlich für Pfennige abzugeben, sprachen die Waffen, wobei die Einheimischen dann wie Sklaven arbeiten mussten.
Hitler wurde zuerst von den deutschen Industriellen unter die Achseln gegriffen, weil sie sich nachdrücklichere, staatliche, militärische Unterstützung, vor allem im Außenhandel in Afrika und Asien erhofften.
Kriege, wie der gegen den Irak, haben offensichtlich wirtschaftliche Hintergründe. Als Saddam Hussein es wagte, sein Erdöl nicht in Dollar, sondern in zum Beispiel Euro und Schweizer Franken anzubieten, musste er dafür büßen.
Wir sehen an den vorigen Beispielen, dass der Geschäftsmann und der Machthaber in einer Person vereinigt waren. Aber wann und warum kommt es zu einer Trennung? Oder kommt es überhaupt dazu? Vielleicht mit der Demokratie?
Heute würde man all dies Korruption nennen.
Vielleicht wird irgendwann einmal erkannt, dass bei einer gleichmäßigeren Verteilung von Kapital und Möglichkeiten unter allen Teilnehmern der Wirtschaft, also vom niedrigsten Arbeiter bis zum höchsten Konzernchef, mehr neuen Ideen zur Verwirklichung kommen.


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