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Die Verstrickung von Wirtschaft und Politik!
Der Pharao schickte seine besten Krieger einmal in das Land der
Äthiopier, dann wieder Richtung der Phönizier, um diese oder jene zu
Tributzahlungen zu zwingen. Als Oberhaupt des Staates schickte er jedes Jahr
nach der Überflutung des Flusses seine Landvermesser in das Niltal, um das
Land neu zu verteilen. Auf seinen Befehl wurden Dämme, Wassergräben, Häfen,
Schiffe und Getreidespeicher gebaut, deren Eigentümer natürlich er selbst
war.
Die indoeuropäischen Stämme, die in Nordindien eingefallen waren,
führten eine Art Krieg-Handel mit den südlichen Ureinwohnern, davon berichten
uns Legenden und Mythen. Manchmal wurde ihnen auch eine Prinzessin geraubt,
die sie dann zurückholen mussten.
Jedes Jahr mussten 7 Jünglinge und genauso viele Mädchen dem
Minotaurus zum Opfer gebracht werden, so berichtet uns die alte, griechische
Mythologie. Wahrscheinlich handelte es sich weniger darum, dass diese
Jugendlichen wirklich gefressen oder geopfert werden sollten. Sie mussten
vielmehr als Sklaven arbeiten oder halfen das Bevölkerungswachstum zu
fördern. Vor allem aber wurde mit dem Festland reger Handel getrieben.
Natürlich wurden die Schiffe auch immer von Kriegern begleitet, waren
eigentlich Kriegsschiffe und Handelsschiffe in einem.
Ein griechischer König hatte 2 Kinder, ein Mädchen und einen
Jungen, aber seine Frau war gestorben, worauf er wieder heiratete. Die
Stiefmutter liebte die Kinder nicht und wollte sie vergiften. Aber weil sie
so schön waren, schickte Zeus (Kronides) einen goldenen Widder, um sie zu
retten. Die 2 setzten sich auf den Rücken des Tieres und er flog mit ihnen
davon. Während des Fluges fiel das Mädchen, Helene, über dem Bosporus
herunter und starb. Daher kommt der Name Hellesponts. Nachdem ihr Bruder sie
bestattet hatte, flog er mit dem Widder weiter und wurde von einem König an
der südlichen Küste des Schwarzen Meeres aufgenommen. Als der Widder
gestorben war, zog man ihm das Fell ab, das goldene Fell, und bewahrte es
auf. Später kam Jason, um es zurückzuholen. Dies deutet auf regen Handel
zwischen Griechenland und dem Schwarzen Meer hin.
Homer berichtet uns von der schönsten Frau, Helene, die vom
schönsten Mann, Paris, geraubt wurde. Daraufhin fuhren der König von Kreta,
Agamemnon, und der von Sparta, Menelaos, nach Troja, um sie zurückzuholen. Es
drehte sich dabei höchstwahrscheinlich nicht darum, diese Wunderschöne nicht
mit Blumen und Geschenken, oder Waffengewalt zurückzuerobern, sondern die
Meerenge für den eigenen Handel freizumachen.
Odysseus durchwanderte
fast die ganze damals bekannte Mittelmeer-Welt, traf dabei auf seltsame
Gestalten, verlor alles, was er in Troja geraubt hatte, wurde dann wieder
beschenkt und eroberte schließlich sein eigenes Haus zurück.
Die Perser, natürlich nur die oberen Schichten der Perser, wurden
reich und mächtig, weil sie auf der einen Seite die damaligen Handelsstraßen
zwischen Europa und Asien und zwischen Asien und Afrika kontrollierten, und
auf der anderen Seite auch Straßen bauten. Die berühmteste davon ist eine
ausgebaute zwischen Babylon und Kleinasien. Nachdem sie die von Griechenland
unabhängig gewordenen Kolonien und Stadtstaaten in Kleinasien unterworfen
hatten, wollten sie natürlich auch den Handel mit dem westlichen Mittelmeer
beeinflussen, wo die Griechen schon Kolonien in Sizilien (Syracuse) und
Italien (Napolis) errichtet hatten.
Salomon ließ für seinen Tempel in Jerusalem Holz aus dem Libanon,
Steine aus Jordanien und Edelsteine aus Ägypten heranbringen. Später
beschaffte er sich noch zu seinem 300 Frauen zählenden Harem die reiche und
schöne Königin von Saba.
Kaiser Augustus, der Nachfolger Caesars, unter dem es ein
goldenes Zeitalter gegeben haben soll, schickte den Dichter Ovidius, weil
dieser etwas zusammengedichtet hatte, was dem Kaiser nicht gefiel, in die
Verbannung. Der Herrscher, mit früherem Namen: Octavian, kontrollierte oder
versuchte alles in seinem Reich zu kontrollieren, so dass man nur dann reisen
und Handel treiben konnte, wenn man über eine entsprechende Genehmigung
verfügte. Es ist anzunehmen, dass ein großer Teil der vertriebenen Ware
illegal, also unkontrolliert, auf natürliche Weise unter die Leute gebracht
wurde, weil sonst das römische Reich schon früher zusammengebrochen wäre.
Der heilige Krieg der Moslems verband Malaysia mit Spanien.
Die Wikinger schifften von Skandinavien über Island und Grönland
bis Nordamerika, und im Süden über Frankreich und Spanien nach Sizilien,
bauten dort ein Königreich auf, dann weiter bis zum Schwarzen Meer und wieder
den Dnjepr und Don hinauf, dann über Land, bis sie zur Wolga kamen.
Venedig führte Krieg gegen Byzanz, um den Handel im östlichen
Mittelmeer und im Schwarzen Meer für sich zu sichern.
England schickte seine Freibeuter in die Karibik, um spanische
Schiffe zu kapern.
East India Company war eigentlich eine vom Staat unterstützte
Handelsorganisation, die auch über militärische Einheiten verfügte. Und wenn
die Zielländer, in diesem Fall zum Beispiel Indien, nicht bereit waren, ihre
Ware friedlich für Pfennige abzugeben, sprachen die Waffen, wobei die
Einheimischen dann wie Sklaven arbeiten mussten.
Hitler wurde zuerst von den deutschen Industriellen unter die
Achseln gegriffen, weil sie sich nachdrücklichere, staatliche, militärische
Unterstützung, vor allem im Außenhandel in Afrika und Asien erhofften.
Kriege, wie der gegen den Irak, haben offensichtlich
wirtschaftliche Hintergründe. Als Saddam Hussein es wagte, sein Erdöl nicht
in Dollar, sondern in zum Beispiel Euro und Schweizer Franken anzubieten,
musste er dafür büßen.
Wir sehen an den vorigen Beispielen, dass der Geschäftsmann und
der Machthaber in einer Person vereinigt waren. Aber wann und warum kommt es
zu einer Trennung? Oder kommt es überhaupt dazu? Vielleicht mit der
Demokratie?
Heute würde man all dies Korruption nennen.
Vielleicht wird irgendwann einmal erkannt, dass bei einer
gleichmäßigeren Verteilung von Kapital und Möglichkeiten unter allen
Teilnehmern der Wirtschaft, also vom niedrigsten Arbeiter bis zum höchsten
Konzernchef, mehr neuen Ideen zur Verwirklichung kommen.
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Die Verstrickung von Wirtschaft und Politik!
Tuesday, 22 September 2015
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